Lecanemab und Donanemab: Ein neuer Meilenstein in der Alzheimer-Therapie

Die Alzheimer-Behandlung erlebt mit den Medikamenten Lecanemab (Leqembi) und Donanemab (Kisunla) einen bedeutenden Fortschritt. Diese beiden Antikörper-basierte Therapien sind seit 2025 in der EU und insbesondere in Deutschland zugelassen und bieten Patienten im Frühstadium der Krankheit erstmals die Möglichkeit, das Fortschreiten der Erkrankung um etwa ein Drittel zu verlangsamen.

Lecanemab baut schädliche Amyloid-beta-Plaques durch regelmäßige Infusionen über etwa 1,5 Jahre ab. Studien, wie die Phase-3-Studie CLARITY AD, belegten, dass dies zu einer signifikanten Verzögerung der kognitiven Verschlechterung führt. Donanemab wirkt gezielt auf fest etablierte Plaques, aktiviert das Immunsystem und kann nach erfolgreichem Abbau die Behandlung einstellen, was Therapiedauer und Kosten senkt.

Diese Neuerungen sind ein Paradigmenwechsel, da sie erstmals nicht nur Symptome behandeln, sondern direkt die biologische Ursache von Alzheimer anvisieren. Für Patienten und Angehörige bedeutet dies neue Hoffnung auf längere geistige Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

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